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Der Misanthrop

 

Bei überzeugten Misanthropen zeigen sich zumeist auch stark übersteigerte Vorstellungen (Idealisierung) von sich selbst, gepaart mit stark verworrenen Ansichten über ihre Mitmenschen. Das kann sich bis zu einem Menschenhass steigern, wo der Misanthrop sich dann als den einzig wahren und richtigen Tierschützer und alle anderen als korrupt, bösartig oder einfach nur als total unfähig sieht. Diese zumeist hysterisch-dominanten Typen nehmen Sachen, von denen sie “gehört” haben meist als unverrückbare Fakten an und kämpfen schon im nächsten Augenblick gegen diese, ihnen als bedrohliche Riesen erscheinende Windmühlen an - im Auftrag der Gerechtigkeit natürlich! Der von Hass gekennzeichnete Umgang mit ihren Mitmenschen stellt in vielen Fällen einen riesengroßen Schaden für den gesamten Tierschutz dar, denn in ihren Äußerungen und Meinungen hagelt es von ihrer Seite Hasstiraden nach allen Richtungen und auch gegen alle andere Tierschützer. Denn auch diese empfinden sie eher als ihre Gegner, anstatt als ihre Verbündete. Und bei den geringsten Meinungsverschiedenheiten oder wenn es einmal nicht so ganz nach seinem Plan verläuft, hat der Misanthrop zumeist auch gleich seinen Anwalt für alle seine “Gegner” parat. Und im Zweifel wird lieber gleich mit Kanonen auf die Spatzen geschossen, denn im Grunde ist der Menschenhasser ja schon längst davon überzeugt, daß alle anderen schlecht und deshalb schuldig sind. Der Misanthrop zeichnet sich des weiteren noch durch ein großes Aggressionspotential mit stark hysterischen Zügen aus. Da er seine Mitmenschen nicht als seinesgleichen oder als Gleichgesinnte sieht, ist die Hemmschwelle für verbale Gewalt durch Ausbrüch und Beleidigungen ihnen gegenüber eher niedrig.

 

Auch sieht sich der Misanthrop gerne in der Heldenrolle als eine Art Märthyrer, der sich gegen die Dummheit der Welt auflehnt und sie bekämpft. Der an und für sich gute Ansatz um etwas zu verändern ist bei ihm jedoch zu sehr von Hass gegen alles um ihn geprägt, als daß er noch produktiv sein könnte. Und so schlägt der Misanthrop im Auftrag des Tierschutzes dem griechischen Fabelwesen, der Hydra, beständig den Kopf ab, ohne zu merken daß an seiner Stelle jedesmal zwei neue nachwachsen. Das verstärkt die Außenseiterrolle und somit den Hass des Misanthropen noch zusätzlich, da er sich stets unverstanden und zu wenig geachtet sieht. Dabei erntet er zumeist nur das, was er selbst gesäht hat, nämlich Hass und Verachtung. Er befindet sich auch gerne auf der Suche nach „Gleichgesinnten“ und glaubt auch manchmal, welche gefunden zu haben, da sie seine extremen Ansichten zu teilen scheinen. Doch der Hass gegen alle Menschen ist ihm auch hier zumeist im Wege und solche Bündnisse mit anderen Tierschützern halten in der Regel deshalb nur sehr kurz. Denn schon bei der geringsten Abweichung der Meinung seiner Verbündeten von seinen eigenen Ansichten wird wieder der Hass in ihm aktiv und er verfällt wieder in seine alte Rolle als Einzelkämpfer. Daß er sich selbst durch seine verfehlten Handlungen in diese Rolle zwingt, sieht er im Laufe seines Lebens fast nie ein.

 

Misanthropen kann man am besten daran erkennen, daß es ihnen beim Tierschutz immer erstrangig um die Bestrafung ihrer Mitmenschen geht und erst zweitrangig um das Wohl der Tiere. Ihre Verachtung gegen die Menschen kann man sehr leicht an ihren verbalen Ausbrüchen, Beleidigungen oder an ihrer herablassenden und distanzierten, manchmal auch gekonnt selbstdarstellerisch und überhöhten Art erkennen welche ihnen als eine Schutzmauer vor ihren Mitmenschen dient. Denn letztendlich ist auch ihre Aggression und ihr Hass nur ein Ausdruck ihrer Angst.

 

Der ängstlich Depressive

 

- bildet den Gegentypen zum impulsiv-aggressiven Misanthropen. Der ängstlich Depressive sieht die Welt als einen Ort der ständig lauernden Bedrohung. Ein typisches Beispiel sind Menschen, die jedes freilaufende Tier lieber in einem Käfig oder besser noch bei sich zuhause in der Wohnung sitzen sehen wollen, da sie fürchten dem armen Tierchen könnte im Freien etwas passieren. Und in allzu vielen Fällen wird im Übereifer sofort der Tierschutzverein kontaktiert, mit der Forderung, daß sich unverzüglich jemand zum Ort des Geschehens auf den Weg machen soll um ihr Anliegen zu unterstützen, da es sich in ihren Augen um einen Notfall handelt. Doch leider stellt man dann vor Ort in vielen Fällen fest, daß das von ihnen gemeldete Tierchen gar nicht so arm dran ist. Denn nicht jedes freilaufende Wildtier ist gerade am verhungern, nicht jeder Vogel der gerade am Straßenrand nach Essen sucht, wird deshalb gleich von einem Auto überfahren und auch nicht jeder traurig dreinschauende Esel auf einer Wiese leidet darunter, daß das Wetter im Herbst nicht so schön und trocken wie im Sommer ist. Und wenn man mit ihnen über ihre falschen Ansichten zu sprechen kommt, dann sind die ängstlich Depressiven zumeist sofort beleidigt und stark von ihrem Gegenüber enttäuscht, da sie in diese Argumente, die sie selbst leider nicht verstehen wollen, zumeist nur “Kaltherzigkeit” interpretieren. Aus diesem Grund lassen sie in Zukunft dann auch keine Gelegenheit mehr aus, schlecht über andere Personen zu reden und ihnen dabei alle möglichen Vorwürfe zu machen, da sie sich nicht verstanden und ausgegrenzt fühlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere typische Beispiele für ängstlich-depressive Tierschützer sind meistens ältere Frauen, die es nur gut meinen und ihre eigenen Tiere zu Tode füttern, nur weil sie glauben, daß jeder Laut den ihr Haustier von sich gibt sofort ein Ausdruck von Hunger oder Unbehagen ist. Sie sind deshalb ununterbrochen mit der Fütterung aller Tiere in ihrer Umgebung beschäftigt. Und da sie aufgrund ihrer eher unterwürfig-aufopferungsvollen Persönlichkeit nie “nein” sagen können, füttern sie ihren Tieren auch zumeist nur ungesunde und für sie ungeeignete Lebensmittel nach denen sie betteln. Über die gesundheitsschädlichen Folgen und Auswirkungen sind sie sich jedoch in den meisten Fällen kaum bewußt, denn stirbt das Tier aufgrund ihres Fehlverhaltens nach einem längeren Zeitraum an den Folgen der falschen Ernährung, dann finden sie meist andere Gründe für das Dahinscheiden ihres Lieblings. Auch das außer Kontrolle geratene Tieresammeln, genannt Animal-Hoarding, findet man bei diesem Typus. Denn jedes Tier in Freiheit sehen sie als am Leben bedroht und so sammeln und horten sie alle Tiere bei sich zuhause, wo die Tiere dann meist erst recht große Qualen durch den Freiheitsentzug zu erleiden haben und sich auch in der Vergangenheit schon ab und zu das ein oder andere Horrorszenario in den Medien wiedergefunden hat, zB als im Jahre 2005 eine Frau in Deutschland 263 Hunde in ihrem Haus hielt, die sich überall Höhlen gruben und sich zum Teil gegenseitig auffraßen. Viele weiter solcher Fälle sind inzwischen bekannt geworden. All diese Menschen sahen sich selbst meist als “Befreier”, “Helfer” oder “Pfleger” ihrer Schützlinge. Doch die Wirklichkeit, die sie selbst nicht wahrnehmen wollen, sieht meist ganz anders aus.

Aber da ist schließlich auch noch „die helle Seite“:

 

Zum Glück gibt es aber auch genügend positive Beispiele. Wenn liebevolle Menschen ihr Mitgefühl und ihr Verständnis nicht nur für ihre über alles geliebten Tiere aufbringen, sondern auch ihre Mitmenschen mit Respekt behandeln, sie in ihre Arbeit mit einbeziehen und in ihrer Tierschutztätigkeit auch ein Mindestmaß an Vernunft aufzeigen, dann kann Tierschutz sehr produktiv und wirksam sein. Weitere Voraussetzungen dafür sind zudem auch noch eine Überwindung des eigenen Narzissmus und Egoismus, an deren Stelle Bescheidenheit und ein gewisses Maß an Selbstaufopferung treten sollten. Wir werden an dieser Stelle noch einmal ausführlicher darüber zu sprechen kommen.

 

Wie kann man Tieren in Not helfen?

 

Falls jemand von euch einmal in die Situation kommen sollte, wo er sich nicht sicher ist ob ein Tier leidet oder nicht, bzw ob es artgerecht von seinem Besitzer gehalten wird oder nicht, dann ist der beste Weg die jeweilige Bezirkshauptmannschaft zu kontaktieren und sich dort die nötige Auskunft über die Tierschutzbestimmungen einzuholen. Und bei den mündlichen Beschreibungen am Telefon sollte man unbedingt so gut es geht von einer Übertreibung der Situation absehen, sondern alles ganz nüchtern und sachlich schildern, damit man sich am anderen Ende der Leitung ein objektives Bild der Situation machen kann. Und im Zweifelsfall wird sich mit Sicherheit jemand um das Problem kümmern und vor Ort eine Inspektion durchführen, falls der Einwand berechtigt sein könnte.

 

Es ist auch ratsam, daß man den Fall den man meldet zuvor über einen gewissen Zeitraum beobachtet hat und sich so schon einmal selbst ein Bild davon gemacht hat, welches man im Falle von Unklarheiten dann noch einmal bestätigen kann. Wenn zB jemand seinen Hund so hält, daß er gegen das Tierschutzgesetz verstößt, dann sollte man zuvor den Fall selbst gut beobachten und sich Notizen machen oder wenn möglich sogar aussagekräftige Fotos davon machen, die man dann als Beweis dazu verwenden kann, falls man den Hund behördlich beschlagnahmen muß. Ganz wichtig ist dabei aber, daß man auch hier behutsam vorgeht, immer objektiv bleibt und niemanden zu unrecht beschuldigt oder belästigt, denn auch das ist strafbar. Und wenn es einem passiert, daß man ständig auf solche Fälle trifft die sich dann im Nachhinein als Fehlalarm entpuppen, dann sollte man seine eigenen Ansichten noch einmal gründlich überdenken und sie gegebenenfalls korrigieren, denn es kann leicht sein, daß man selbst falsche Vorstellungen von einer artgerechten Tierhaltung hat und allzu schnell und voreilig über andere urteilt.

 

R.P. (Oktober 2010)

Der Märtyrer/Revolutzer

 

- sieht sich als die Fleisch gewordene Gerechtigkeit in Form seiner Person. Und obwohl der Gerechtigkeitssinn bei ihm im Allgemeinen gut ausgeprägt und sein Protest in den allermeisten Fällen berechtigt ist, scheint ihm der Tierschutz meist nur als Rationalisierung für seine oft von verschiedenen Formen der Gewalt geprägten Aktionen zu dienen. Fälle in denen man sich selbst gerne als Opfer darstellt und andere bis zur Weißglut provoziert, nur um dann ihre Reaktion darauf in einem aus dem Kontext gerissenen Videoclip zu dokumentieren und sie somit vor anderen als von Grund auf böse darzustellen, sind dabei typisch und fallen in das Gebiet gut durchdachter Propaganda. Dabei bedient man sich auch fast immer der allseits bekannten gut/böse Klischees. Und wenn man seine Ansichten einmal nicht durchsetzen kann, dann redet man die anderen einfach so schlecht, bis man selbst den Leuten als eine Art Märtyrer erscheint, der sich der Gerechtigkeit Willen aufopfert. Man kann diese Propaganda als geschicktes Werkzeug sehen, um neue Verbündete für sich zu gewinnen. Aber auf der Gegenseite wird der Hass dafür umso mehr geschürt. In der Folge bilden sich dann zumeist zwei stark entgegengesetzte und verfeindete Fronten, welche auch vor anderen Formen der Gewalt, zB gefährlicher Drohung und Körperverletzung, nicht mehr zurückschrecken. Solche Fälle landen dann meist vor Gericht, da sie anders nicht mehr zu schlichten sind. Und Gewinner gibt es dabei selten, denn viel eher hat man im Nachhinein das Gefühl, daß jeder dabei verloren hat und sich die Fronten nur noch zusätzlich verhärtet haben. Typische Beispiele hierfür sind meist radikal links gerichtete junge Menschen, die häufig Demonstrationen und Protestkundgebungen nutzen, um sich selbst vor anderen besser darzustellen als sie sind und die dabei leider oft über ihr Ziel hinausschießen. Oder Menschen, die gerne andere Menschen öffentlich anprangern und als von Grund auf schlecht darstellen wollen, um sich selbst vor anderen zu erhöhen und ihre Ansichten durchzuboxen.

Eine Sache die uns immer sehr traurig stimmt und die wir sehr bedauern, ist das äußerst unpassende und kontraproduktive Auftreten mancher Tierschützer. Was wir als “unpassend” bezeichnen, äußert sich in mehreren Variationen und wird von den betreffenden Personen leider meist nicht so empfunden, da sie sich nicht über die Auswirkungen ihres Auftretens und Handelns im Klaren sind. Wir sind jedoch sicher, daß diese Phänomene nicht nur hier bei uns, sondern auch anderen Orts zu finden und psychologisch erklärbar sind, wobei dieser Artikel einen Versuch dazu darstellt.

 

Da gibt es zB Menschen, die sich zwar brav für den Tierschutz einsetzen, indem sie bei den Leuten Unterschriften gegen Tiertransporte oder ähnliches sammeln oder sogar Tiere bei sich zuhause aufnehmen, aber in Gesprächen mit ihnen hört man immer nur eines heraus: nach den ersten 5 Minuten des üblichen Geplänkels startet leider allzu oft eine wahre Hasstirade gegen alle restlichen Tierschützer und Tierschutzbeauftragten. Alle werden für blöd, kaltherzig und korrupt erklärt und man verwendet dann die restlichen 30 Minuten des Gespräches nur mehr dazu Zwietracht zu sähen und andere möglichst schlecht zu machen. Und das alles nur, weil die Menschen manchmal in ihren Ansichten etwas abweichen und halt leider nicht immer alle der selben Meinung sein können.

 

Viele dieser Tierschützer, die oft den Eindruck erwecken als wären sie eher die geborenen Hassprediger, wissen meist auch gleich eine Vielzahl von Geschichten aus dem Ärmel zu schütteln und fühlen sich in ihren Augen von anderen Tierschützern entweder hintergangen, zuwenig beachtet, ausgegrenzt oder sogar in Zeitungsartikeln und anderen Berichten persönlich angegriffen - in fast allen Fällen jedoch völlig grundlos. Und sollte einmal wirklich eine Ausgrenzung stattfinden, dann mit Sicherheit aufgrund ihrer eigenen Hasstiraden und Hasspredigten, die sie ständig bei jeder Gelegenheit halten oder aufgrund des enormen Schadens den sie dem Tierschutz und somit auch den Tieren manchmal durch ihr falsches Engagement anrichten.

 

Viele dieser anscheinend ausgegrenzten Personen sehen leider nicht ein, daß ihre Vorstellung von Tierschutz eigentlich keinem Tierschutz entspricht. Wir begegnen oft solchen Menschen und verhalten uns dabei immer neutral. Wir möchten mit solchen Streitigkeiten nichts zu tun haben, da wir unser Haus der Tiere nur aus einem einzigen Grund gegründet haben und betreiben: nämlich um Tieren selbst tätig zu helfen, indem wir Tiere bei uns aufnehmen, gesundpflegen und weitervermitteln. Mehr ist da nicht! Und das ist schon viel mehr, als manche Tierschützer leisten, die sich selbst leider meist aufgrund ihres viel zu großen Egos allzu wichtig nehmen und dabei leider zunehmend in die Irre gehen.

 

Das nun Folgende stellt eine psychologische Erklärung für einige dieser Phänomene dar, die wir leider des öfteren bei Tierschützern beobachten konnten. Es ist zu beachten, daß manche dieser Erscheinungen auch eine Mischform von mehreren dieser Personentypen darstellen. Und wer sich selbst in einem dieser Personentypen wiedererkennt oder gar sich stark davon angesprochen fühlt, der sollte sich darüber Gedanken machen, warum.

Psychologie: Die dunklen Seiten

des Tierschutzes

 

 

Animal-Hoarding

 

Der krankhafte Zwang

zum Sammeln und Horten

von Tieren

stellt eine der dunkelsten

Seiten falsch verstandener

Tierliebe dar.

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Lustiger noch, als sich Affen im Zoo anzugucken, ist es, frei laufende Menschen zu studieren.

 

Kodo Sawaki, japanischer Zen-Meister

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