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Während das Stutzen der Flügel lediglich ein leichter Eingriff ist, handelt es sich beim mittlerweile zum Glück verbotenen „Flügelkupieren“ um einen massiven Eingriff, bei dem den jungen Entenküken ein Stück ihres Flügelknorpels einfach dauerhaft operativ entfernt wird, indem man ihnen diesen einfach brutal mit einer Zange abzwickt. Immer wieder kommt es dabei vor, daß einige Küken das nicht überleben und daran sterben.

 

Und falls sie das Kupieren überleben, werden sie dadurch ein Leben lang zum Krüppel gemacht, da der kupierte Flügel nicht vollständig wächst und ihnen ein ganzer Teil davon auf Lebzeit fehlt. Das wäre so, als würde man bei einem Menschen einen Unterarm amputieren bzw. abtrennen und ihn einfach verstümmeln, damit er diesen Arm nicht mehr benutzen kann. So etwas ist grausam und auf keinen Fall zu rechtfertigen!

 

Das Kupieren stellt dadurch eine Form der Tierquälerei dar. Die kupierten Enten leiden ein Leben lang darunter, da sie nun meist einen gesunden und einen kaputten Flügel haben. Sie leiden deshalb, weil sie bei einem Flugversuch - zB wenn sie erschrecken und flüchten wollen, anstatt vom Boden abzuheben immer wieder zur Seite kippen und sehr unsanft auf den Kopf fallen, aufgrund des Ungleichgewichts das durch ihre ungleichen Flügel verursacht wird.

Auf dem Bild links seht ihr den gesunden und voll ausgewachsenen Flügel einer jungen Wildente.

 

ACHTUNG: Wenn die Federn gerade im Wachstum sind, dann sind sie von kleinen blauen Blutkanälen umhüllt, welche aussehen wie Plastikhülsen! Diese darf man auf keinen Fall verletzen, da sie sehr stark bluten und diese Blutung nur schwer wieder gestoppt werden kann. Man sollte deshalb unbedingt warten, bis die Federn vollständig ausgewachsen und ausgebildet sind!

Wir stutzen bei unseren Enten immer beide Flügel, damit sie ihr Gleichgewicht nicht verlieren, falls sie ab und zu einen Flugversuch wagen oder über ein Hindernis hinwegflattern müssen.

 

Wir schneiden dabei mit einer guten Schere einfach die Federn, wie auf dem Bild links zu sehen ist zurecht, indem wir sie etwas kürzen. Die äußersten drei Federn - die längsten - lassen wir dabei so wie sie sind. Manche Menschen stutzen die Flügel nur zur Hälfte oder machen sogar nur ein kleines Loch in das Federkleid des Flügels. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus um eine Ente flugunfähig zu machen und sie können dann immer noch kurze Distanzen oder Zäune überwinden.

 

Das Flügelstutzen ist auf diese eben beschriebene Art der einfachste, sinnvollste und schonendste Eingriff und dient bei uns nur zum vorübergehenden Schutz der Enten. Falls ihr euren Enten die Flügel selber stutzen müßt, achtet bitte darauf daß ihr sie nicht verletzt. Schneidet lediglich die weichen Federn etwas kürzer und gebt besonders Acht darauf, daß ihr mit der Schere nicht aus Versehen die Flügelknochen verletzt!

 

 

WICHTIG: Falls auch ihr euren Enten die Flügel stutzt, dann bitte immer alle beiden Flügel. Enten mit nur einem gestutzen Flügel stellen sich bei Flugversuchen sehr ungeschickt an, fallen ständig auf den Kopf und könnten sich schwer verletzen - vom Frust einmal ganz abgesehen, die eine solche Ente erleiden muß, da sie nicht verstehen kann warum das passiert und immer wieder neue Flugversuche mit dem selben frustrierenden Ergebnis unternimmt.

 

Haus der Tiere - Tierschutzverein 2015

Unser Verein kümmert sich um verwaiste Wildenten und um verletzte Hausenten (sowie natürlich auch um Gänse und alle anderen Vögel). Der Teich von Doris Mai dient ihnen vorübergehend als Unterkunft, wenn sie Schutz brauchen oder sich von einer Verletzung erholen müssen.

Was man über Enten wissen sollte:

 

* Enten sind Wasservögel, weshalb es bei einer Haltung von Enten nahezu unerlässlich ist, ihnen eine geeignete Schwimmmöglichkeit zu bieten. Leider sieht man es noch sehr häufig, daß Enten mit lediglich einer kleinen Wasserschüssel zum Baden auskommen müssen. Im Leben einer Ente gibt es nichts das sie so fröhlich macht, wie das Baden in einem See oder Teich. Sie benötigen dies vor allem auch um ihre Federkleid zu pflegen und sehen sehr schnell schmutzig oder durchnässt aus, wenn sie dieser Aufgabe nicht nachkommen können.

 

* Das Kupieren von Flügeln ist in Österreich verboten. Beim dieser grausamen Praktik werden die jungen Kücken mit Hilfe einer Zange an einem oder beiden Flügeln verstümmelt, damit sie nicht mehr fliegen können. Dabei wäre die Alternative so einfach: regelmäßiges Flügelstutzen (siehe Kasten weiter unten).

 

* Bei der Haltung von Enten ist es besonders wichtig, auf ein Gleichgewicht unter den Geschlechtern zu achten. Zu viele Männchen bedeuten meistens viele Qualen für die Weibchen, was nicht selten mit einem langsamen und qualvollen Tod für diese endet. In der Natur ist das Verhältnis mit 1:1 ziemlich ausgeglichen, hier können die Weibchen nämlich jederzeit vor allzu paarungswilligen Männchen flüchten. Bei der Heimtierhaltung ist ihnen dies nicht möglich, deshalb empfiehlt es sich meist nur ein oder zwei Männchen mit mehreren Weibchen zu halten. Unter den Männchen herrscht ein sehr starker Paarungsneid und zu viele balzende Erpel können ihre angehimmelten Enten sonst abwechselnd regelrecht zu Tode vergewaltigen.

 

* Bei den Enten unterscheidet man sehr viele verschiedene Rassen, wobei jede ihre eigenen spezifischen Bedürfnisse hat. Bei der Anschaffung muß man sich deshalb genau darüber informieren, was die jeweilige Rasse besonders auszeichnet. Manche Enten, wie zB die Rotschulterenten, stammen aus eher milden Gegenden und sind nicht winterfest. Andere Enten, wie zB die Löffelente, benötigt zur Nahrungsaufnahme mit ihrem großen, löffelartigen Schnabel unbedingt eine Schwimmgelegenheit wie einen großen Teich oder einen See. Auch die Familie der Tauchenten, zu denen zB die Moorente gehört, benötigt unbedingt einen großen tiefen Schwimmplatz, aufgrund der Anordnung ihrer Beine halten sie sich nämlich hauptsächlich im Wasser und nur selten an Land auf. Am besten man informiert sich vorher über die jeweilige Rasse auf tauglichen Quellen im  Internet.

 

* Besondere Vorsicht ist geboten bei der Haltung unterschiedlicher Entenrassen und bei der Unterbringung in geschlossenen Ställen/Räumen, zB vorübergehend im Winter. Können sich die verschiedenen Rassen nicht weit genug gegenseitig ausweichen oder bei Revierkämpfen fliehen, kann dies recht schnell zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod für die schwächeren Tiere führen!

 

 

Manche Enten brüten ganze Horden von Kücken aus. Diese 12 Küken stammen alle von der selben Mutter.

Warzenenten zeichnen sich besonders durch ihre Zutraulichkeit aus. Dieses junge Kücken nimmt sogar gerne auf der Hand seines Pflegers Platz. Warzenenten sind ausgewachsen die größte und stärkste Entenart.

Im Frühjahr und Sommer bekommen unsere heimischen Wildenten ihren Nachwuchs. Dabei kann es auch vorkommen, daß man verwaiste Küken in der Natur findet, welche ihre Eltern verloren oder den Anschluss an ihre Gruppe nicht mehr finden konnten. Es ist immer am wichtigsten zuerst abzuklären, ob sich die Mutter nicht doch noch in der Nähe befindet, ehe man die Küken aufnimmt.  

Unser Tierpfleger Roman kümmert sich fast jeden Sommer um solche Findlinge, zieht sie groß und entlässt sie danach wieder in ihre Freiheit. Wir haben im Haus der Tiere deshalb eine sehr hohe Erfolgsquote bei diesen Dingen. Auf unserer Internetseite findet ihr eine ausführliche Anleitung („Wie man Entenküken großzieht“), falls ihr euch selbst um so ein Küken kümmern müsst. Ihr könnt es aber gerne auch zu Roman ins Haus der Tiere bringen.

Schwimmen nur unter Aufsicht: kleine Entenküken können sehr leicht ertrinken!

Das richtige Aufzuchtfutter garantiert den besten Erfolg. Würmersammeln und anderer Aufwand ist nicht nötig.

Nach vier Wochen sind die Küken schon groß genug um in die erste Phase ihrer Auswilderung zu starten: der Umzug zum Ententeich steht dann bevor!

Im Hintergrund steht eine Vogeltränke. Sie ist das wichtigste Utensil um ein Ertrinken der kleinen Küken zu vermeiden.

Flügelstutzen:

 

Wenn man sich zuhause Enten hält, muß man dafür sorgen, daß sie nicht über die Zäune flattern oder davonfliegen können. Hierfür muß man ihnen regelmäßig die Flügel stutzen. Das ist immer nur dann notwendig, wenn die Enten ihr Gefieder jahreszeitlich bedingt gewechselt haben, also lediglich zweimal im Jahr. Das Flügelstutzen stellt somit überhaupt keinen Aufwand dar und ist meist in 5 Minuten erledigt. Im Prinzip ist es wie das Haareschneiden beim Menschen.

 

 

 

Wildenten, welche vorerst noch bis zu ihrer Genesung bei uns im Haus der Tiere bleiben müssen, stutzen wir solange die Flügel, weil sie sonst davonfliegen würden und wir ihnen nicht helfen könnten. Sind sie gesund, unterbleibt das Stutzen einfach und sie dürfen uns wieder verlassen. Viele unserer Patienten besuchen uns trotzdem am Anfang noch regelmäßig.

gestutzter Flügel

Federkleid vor dem Stutzen

Romans Ente „Tweety“: eine besondere Geschichte

 

Die

Enten

 

Alle Enten (auch Laufenten) sind WASSERVÖGEL!

 

Unverzichtbar für eine artgerechte Haltung ist deshalb

eine Möglichkeit für sie zum Schwimmen

und zur regelmäßigen Pflege ihres Gefieders!

 

 

* eine Plastikschüssel mit Trinkwasser ist kein Ersatz für dieses Bedürfnis!