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Zuerst sei unmißverständlich gesagt: Das Hundevergiften ist aufs schärfste zu verurteilen und natürlich ein ganz feiger Anschlag auf das Leben unschuldiger Lebewesen! Die Strafen für diese Art der Tierquälerei sollten unserer Meinung nach erhöht werden und vor allem sollten die Täter von der Polizei genauer ausgeforscht werden. Wichtig ist auch, daß die betroffenen Hundehalter hierfür die nötige Anzeige bei der Behörde erstatten, damit solche Vorfälle nicht ungesühnt oder im Verborgenen bleiben. Was kann jeder einzelne außerdem noch dagegen unternehmen? Vorrangig gilt es in solchen Sachen die URSACHEN zu bekämpfen, damit solches Leid erst gar nicht mehr entstehen kann. Um die Ursache für solch schreckliche Phänomene wie den Hundehass zu finden, der in der Folge auch zu so schrecklichen Dramen wie eine tödliche Hundevergiftungen führt, muß man die Zusammenhänge etwas genauer erforschen:

 

Wie kommt es zu solchen Sachen überhaupt und warum entsteht der Hass mancher Menschen auf gewisse Tiere, in diesem Fall Hunde, denn nichts auf der Welt geschieht einfach so grundlos und jedes Lebewesen erlebt diese Welt aus einer anderen Perspektive. Hierbei muß man die Art und Weise betrachten, wie sich diese beiden Fronten im Alltag begegnen und welche störenden Faktoren dabei für das Gegenüber entstehen, denn wenn sich niemand am anderen stören würde, käme es ja kaum zu Streit und anschließendem Leid.

 

Hunde stören sich bekanntlich nicht an Menschen, sie suchen sogar ihre Nähe und hier entsteht auch kein Problem. Anders sieht es hier jedoch für die Gegenseite aus: die beiden Hauptfaktoren, welche manche Menschen an Hunden stören, sind: Verschmutzungen und Lärm, genauer gesagt die Verunreinigungen durch Hundekot und der Lärm durch das Bellen. Und für beide gilt, daß es im Einzelfall natürlich niemanden stört, denn Hunde dürfen Bellen und müssen auch ihr Gassi täglich verrichten können. Nimmt es jedoch überhand weil ein verantwortungsloser Hundebesitzer seine Mitmenschen ständig solchen Dingen ausgesetzt, weil er das Häufchen seines Haustieres prinzipiell einfach überall liegen läßt und sein Hund mehrere Stunden täglich unkontrolliert bellen darf, empfinden viele Menschen zuerst Ärger darüber, welcher später in Hass umschlägt und anstatt auf die verantwortungslosen Hundebesitzer zuzugehen, wird der Hass dann auf den unschuldigen Hund projiziert. Obwohl der Hund der unmittelbare Verursacher ist, ist nämlich in jedem Fall sein Besitzer dafür verantwortlich, daß die Regeln in unserer Gesellschaft eingehalten werden.  

 

Hauptfaktor VERSCHMUTZUNGEN: Leider gibt es unter den Hundehaltern immer noch schwarze Schafe, welche den Kot ihres Lieblings trotz des ausreichenden Angebots an Gassisäcken in den Städten und Gemeinden einfach auf dem Boden liegen lassen. So etwas kann man leider immer noch sehr häufig beobachten. "Ach, das macht doch nichts, der kleine Haufen verrottet ja eh schnell" heißt es dann meistens. Das sagen dann auf dem selben Spazierweg täglich 4 Leute und das 7 x in der Woche und schon entstehen dort wöchtenlich 28 stinkende Haufen, an denen sich Wanderer und Fußgänger stören. Ganz ärgerlich wird es dann, wenn jemand aus Versehen in einen solchen Haufen tritt oder spielende Kinder damit in Berührung kommen. Das Auslegen von Giftködern ist dann irgendwann die unmittelbare Folge. Diese werden meist auf diesen öffentlichen Wegen (Waldwegen, Wiesen, Feldern) ausgelegt, wo solche Missstände häufig herrschen. Auch in den betroffenen Ballungsräumen (Wohnsiedlungen) geschieht dies dann früher oder später, wenn so ein solcher Hundebesitzer dort häufig seine Runde macht oder gar dort wohnt. Und treffen tut es dann leider die unschuldigen Tiere, welche ja nichts dafür können, daß ihr Herrchen/Frauchen so rücksichtslos ist und den Hundekot nicht beseitigt, obwohl es eigentlich so einfach wäre und Ausreden wie “das ist mir zu grausig” hier einfach nicht gelten. Denn hat man sich erst einmal an die Entfernung mit einem Gassisäckchen gewöhnt, denkt man sich überhaupt nichts mehr dabei und sieht erst, wie vollkommen leicht uns sauber dies vonstatten geht.

 

LÄRM: Dieser Faktor tritt zwar etwas seltener auf, ist jedoch auch nicht zu unterschätzen. Wieder sind die Verursacher jedoch die Menschen, obwohl der Lärm eigentlich vom Hund ausgeht. Viele Hunde werden in Wohnungen täglich stundenlang alleine zuhause eingesperrt und vernachlässigt, weil niemand für sie Zeit hat. Manchen steht in dieser Zeit zwar ein kleiner Garten zur Verfügung, trotzdem sind sie dort lange Zeit alleine und verzweifeln mit der Zeit daran. In ihrem Unglück bleibt ihnen dann nichts anderes übrig, als laut zu bellen um auf ihr Unglück aufmerksam zu machen. Oder ein Hundebesitzer hält gleich mehrere Hunde bei sich zuhause und läßt sie einfach den ganzen Tag über bellen und stört sich nicht daran was die Nachbarn denken. Was folgt ist dann meist zuerst der Aufstand der Nachbarn und viel Streit. Wenn dann nicht irgendwann die Hausverwaltung oder die Behörde einschreitet, kommt es auch hier zu solch schrecklichen Auswüchsen und einer der Nachbarn beginnt heimlich zu unerlaubten Maßnahmen zu greifen. Der Faktor Lärm ist jedoch hauptsächlich dort ausschlaggebend, wo viele Menschen zusammenwohnen, wie zB in Siedlungen, und Vergiftgungen treten dann auch meist dort in der Nähe auf.

 

ANGST: Der Faktor Angst ist an und für sich völlig unbegründet. Er entsteht hauptsächlich durch viele Missverständnisse. Auch die Angsmacherei, welche leider immer noch häufig in den Medien zu finden ist, trägt einen erheblichen Anteil hierzu bei. Dort werden Einzelfälle, also eigentlich Ausnahmen, so dargestellt, als wären sie eine ständig drohende Gefahr für alle Menschen. Ein solches Phänomen ist nicht nur bei Hunden zu finden, der Haifisch leidet heute noch sehr stark an den Auswirkungen der vielen Horrorfilme über ihn, welche ihn als unkontrollierte Fressmaschine darstellen, der nur darauf wartet einen Menschen vor sein schreckliches Gebiss zu bringen. Vorsicht ist immer angebracht begegnet man Hunden die man nicht kennt, aber in jedem eine beissende Bestie zu vermuten ist mehr als nur etwas überzogen und völlig irrational. Auch beim Haifisch haben viele Forscher schon längst nachgewiesen, daß er weit weniger aggressiv ist und seine Darstellung in den Filmen nur zwecks Sensation so übertrieben ist.

 

Zusammenfassend muß noch erwähnt werden, daß wir hier keineswegs Hundevergiftungen als verständlich darstellen möchten. Es gilt nur aufzugeigen wie der Hundehass entsteht und wie sehr auch die Hundehalter hierfür verantwortlich sein können. Meistens trifft der Anschlag dann keineswegs das Herrchen oder Frauchen mit dem jeweiligen Hund auf den der Übeltäter abzielt, in vielen Fällen müssen dann leider die Hunde von denjenigen Tierhaltern qualvoll sterben, welche immer alles richtig gemacht haben und auf die solches Leid nun nur deshalb so unerbitterlich zuschlägt, weil einige Ausnahmen immer nur an sich selbst denken und den Ruf aller Hundehalter damit ruinieren. Jeder Hundehalter sollte es unbedingt in seine tägliche Pflicht nehmen, seine Umgebung und seine Nachbarn dahingehend zu schonen - vor allem den Hunden zuliebe und damit solche Sachen erst gar nicht mehr auftreten können! Es hilft nicht viel, nur die wenigen Täter auszuforschen, welche meistens ohnehin nicht sonderlich hart bestraft werden, wenn man ihnen überhaupt in den meisten Fällen nicht viel handfestes als lediglich einige Vermutungen nachweisen kann. Mit etwas gegenseitiger Rücksicht wäre da weit mehr getan.

 

HAUS DER TIERE, 2014

 

Hundevergiftungen

- mögliche Ursachen für ein grausames Phänomen unserer Zeit