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Österreich: Die Tierschutz-Repression

 

REPRESSION:

Bedeutung

[gewaltsame] Unterdrückung von Kritik, Widerstand, politischen Bewegungen, individueller Entfaltung, individuellen Bedürfnissen

 

Synonyme

Knebelung, Unfreiheit, Unterdrückung, Unterjochung

 

(Quelle: Duden)

Österreich: Freiheit bei Jagd und gewerblicher Ausbeutung von Tieren; Unterdrückung des Tierschutzes

 

In Österreich wird ja zunehmend alles verboten und die Menschen werden entmündigt. Jedes Jahr folgen neue Gesetze und Einschränkungen der persönlichen Freiheit. Bald kann man sein Haus nicht mehr verlassen, ohne sich auf irgendeine Weise strafbar zu machen. Außer beim Tieschutz. Hier dürfen manche mit den Tieren weiterhin machen was sie wollen, nur der Tierschutz selbst wird erschwert und eingeschränkt. Nach unserer Meinung herrscht in Österreich nur ein „Schein-Tierschutz“ um das vermeintlich „dumme Volk“ zu befriedigen welches eigene Rechte für Tiere einst forderte. Helfer werden einschränkt, Jäger und Tierfabriken (Fleischproduzenten) sind davon ausgenommen und profitieren. Bei Kontrollen von Jägern und Fleischindustrie sieht man Augenzwinkernd über alles hinweg. Werden Tierschützer, Tierheime und Gnadenhöfe kontrolliert, verliert man sich zwecks Provokation in unsinnigen Haarspaltereien.

Seit 1998 im Tierschutz tätig, konnten wir bereits unzählige Erfahrungen in diesen Bereichen sammeln. In all den Jahren haben wir anfangs noch privat und im Hintergrund Tiere gepflegt, vermittelt, wieder in die Freiheit entlassen oder ihnen in manchen Fällen auch eine bleibende Unterkunft auf unserem privaten Hof geschaffen. Seit 2014 sind wir offiziell als Tierschützer tätig, haben einen Verein gegründet und verwenden unseren privaten Hof auch weiterhin, um diesen benachteiligten Wesen Hilfe und Linderung ihrer Leiden anzubieten.

 

Oft hat es jedoch den Anschein, als wäre dies den Behörden ein regelrechter Dorn im Auge. Tieren einfach so helfen? Da muß wohl etwas faul sein! Mit Geldern in Millionenhöhe wird ein anderer Verein in Tirol vom Land unterstützt und gesteuert, weitere Tierschützer möchte man scheinbar nicht haben und betrachtet man als Konkurrenz, weshalb man unseren Hof auch immer wieder genau kontrolliert und deshalb aufsucht. So kommt es dann und wann zu solchen Begegnungen mit Beamten, welche sich uns gegenüber meist sehr unfreundlich verhalten und zwanghaft nach „Fehlern“ suchen. Nicht zuletzt kommen deshalb auch wir zu dem Schluß, daß es in Österreich nicht erwünscht ist frei zu entscheiden wenn man Tiere schützen und ihnen helfen möchte. Das unverhältnismäßige Vorgehen gegen Tierschützer wurde ja auch schon vom VGT (Verein gegen Tierfabriken) und in der Folge von vielen prominenten Tierschützern aufgezeigt. Gesetze finden willkürlich dann eine Anwendung wenn es darum geht eine Minderheit zu unterdrücken und eigene Interessen zu bestärken.

 

 

Behördliche “Besuche“

(siehe hierzu auch unsere freie künstlerische Behandlung dieses Stoffes in der Kurzgeschichte: „Der Besuch“)

 

Schon kurz vor der Gründung unseres Vereins wurden wir gleich zwei mal von einer Gruppe Beamter aufgesucht. Da wir keine Geheimnisse haben, haben wir einen offiziellen Termin zur Besichtigung des Hofes und unserer Arbeit für den Tierschutz vereinbart. Das Ergebnis war: mit einer Stunde Verspätung sind im Frühjahr 2014 gleich vier Beamte bei uns eingetroffen. Wir gingen freundlich auf die Herren und Damen zu, uns gegenüber war man jedoch sichtlich bemüht, eine sehr distanzierte Art (wirklich sehr vom hohen Ross herab!) zu bewahren. Es gab weder eine Entschuldigung für die lange Verspätung, noch eine „normal-freundliche“ Begrüßung. Sofort machte sich der sogenannte „Tierschutz-Ombudsmann“ auf die Suche nach den „Fehlern“. Sehr hastig und nervös wurde alles bei uns genau durchforscht. Bei der Besichtigung des Teiches fragte man schon vorgreifend, ob die Schweine wohl ausreichend Trinkwasser haben und ob die Maße der Ställe einer gewissen Norm entsprechen. Man war nicht daran interessiert wie es den Tieren bei uns geht, sie wurden erst gar nicht begutachtet. Wichtig war nur die Suche nach „den Fehlern“, nebst einer Reihe provokanter Sprüche die uns wohl einschüchtern sollten um unsere Arbeit für den Tierschutz wieder aufzugeben. An diesem Tag, einem kalten und noch winterlichen frühen Morgen, lag gefrohrener Reif auf den Feldern und das Thermostat stand bei nicht einmal 10 Grad. Unser Tierpfleger hatte seinen Pudel für die Dauer der Begehung im Auto sitzen lassen - bei sichtbar geöffneten Fensterscheiben wohlgemerkt! Und schon wurde hämisch vom sogenannten „Ombudsmann“ geäußert, „daß dieses Auto eigentlich aufgebrochen und der Hund befreit gehört“. (Anm.: Wohl frei nach dem Motto: Ja, damit kann man die blöden Tierschützer natürlich schon einmal schön provozieren! Sind sie es doch, die sonst wegen jedem Scheiß bei der BH anrufen! HA!) Und alle anderen Tiere müßten sicher verwahrt werden, hinter verschlossenen Räumen und der Freilauf sei so nicht gestattet, außer der Hof bleibt privat - weshalb wir uns dann natürlich dafür entschieden den Hof privat zu führen um solch einem Unsinn aus dem Weg zu gehen. Eine weitere schockierende Bemerkung eines Beamten: „Das hat doch keinen Sinn, wenn ihr all diesen Tieren eine Unterkunft bietet. Die Fratzen, welche sich erst einen Hasen von ihren Eltern wünschen und sich danach nicht mehr darum kümmern, sollten gefälligst zuschauen, wie der Schlächter ihnen die Köpfe abschlägt, damit diese Fratzen daraus lernen. Es nützt nichts, wenn ihr euch um diese Tiere kümmert“. Ein anderes Mal wurde kritisiert, daß manchmal auch Wildvögel bei uns zu finden sind, da wir ja diese verletzten Vögel pflegen und sie so lange bei uns in einem Aussenvolier beherbergen, bis sie wieder fliegen und in die Freiheit entlassen werden können. Doch scheinbar ist das alles wenn schon nicht verboten, dann zumindest irgendwie unerwünscht. Besser läßt man diese Tiere wohl qualvoll verenden um allen gesetzlichen Paragraphen genau zu entsprechen. Jeder dieser Besuche erweckt bei uns jedenfalls immer den Anschein, daß es in Österreich schon ein Problem darstellt, wenn man Tieren hilft oder sie in vollständiger Freiheit bis an ihr natürliches Lebensende einfach leben läßt. Nicht zuletzt hat unser Tierpfleger Roman einen dieser Besuche in eine seiner phantastischen Geschichten einfließen lassen. (Siehe: „Der Besuch“ - Nicht noch einmal dürfen wir diesen armen verblendeten Wesen einfach so Einlaß gewähren, bevor sie nicht gelernt haben unser einziges Gebot zu befolgen: Mitgefühl!)

 

 

Die Realität: Wie in Österreich Millionen Tiere völlig „im Einklang mit unseren Gesetzen“ leben und sterben:

 

Für Bauern und Jägern sieht es in Österreich hingegen anders aus, da herrschen rosige Zeiten. Die Massentierhaltung wird stark gefördert und für Jäger sind sämtliche Landstriche für die gnadenlose Jagd freigegeben, es herrscht eine regelrechte „Zwangsbejagung“. Falls man der Besitzer eines Waldes ist, müß man es nämlich dulden wenn dort Jäger einfach alle Tiere abknallen die sich dort aufhalten, auch wenn man als Besitzer dieses Grundstückes eigentlich dagegen ist. Und die Jagdpraktiken werden natürlich auch nicht kontrolliert. Wie auch, es sind ja selten Zeugen vor Ort wenn ein Jäger in tiefer Nacht unschuldige Tiere abschlachtet und häutet. Erhält man trotzdem einmal die Chance und kommt etwas davon ans Licht, wie zB bei dem gepfählten Fuchskadaver in Jenbach 2015 und leitet dann eine Anzeige weiter, erhält man nie eine Antwort und unternommen wird scheinbar nichts - man ist machtlos wenn man diesen Geschöpfen eine Verbesserung ihrer Umstände verschaffen möchte. Auch wenn ein junger, zivil gekleideter Jägersohn am hellichten Tag vor den Augen der Passanten mit seinem Gewehr Vögel erschießt oder irgendwo schreckliche Bedingungen für Tiere herrschen, wenn sie zB angebunden das ganze Jahr über in ihrem eigenen Mist schlafen müssen - man kann leider fast nie etwas ausrichten und muß weiterhin ohnmächtig dabei zusehen. Der sogenannte „Tierschutzombudsmann“ verlangt in solchen Fällen zuerst immer unzählige Beweise in Form von Zeugen, Fotos oder sogar Skizzen, ehe er überhaupt tätig wird. Und liefert man solche tatsächlich, erhält man trotzdem nie eine Antwort und die Situation der Tiere hat sich auch nicht sichtbar verbessert, bestraft wird grundsätzlich niemand. Ob eine Kontrolle überhaupt stattfand und zu welchem Schluß man gekommen ist, weil ja diese Tiere danach auch weiterhin in ihrem Dreck ersticken und leiden dürfen, oder ob der Jäger, welcher Raben und Krähen vor den Augen der Kinder abknallt überhaupt deswegen kontaktiert wurde, erfährt man nie.

 

Jahr für Jahr ballern Jäger in Österreich Millionen Wildtiere tot. Für das einzelne Tier ist dies meist mit furchtbaren Qualen verbunden welche im Grunde gegen unser Tierschutzgesetz verstoßen, von dem die Jäger natürlich ausgenommen sind und welche durch nichts zu rechtfertigen sind. Auch junge Kälber dürfen ihren Müttern entrissen und auf knapp 2 m² eingesperrt werden. Dort müssen sie dann unter einem kleinen Plastikdach leben, ehe sie per Anhänger zum Metzger gefahren werden, welcher ihnen einen Bolzen ins Gehirn treibt und sie anschließend ausbluten läßt. In der Werbung wird Kalbsfleisch angepriesen und Millionen dieser jungen Tiere werden getötet. Aber rettet man nur eines davon, steht schon die Behörde vor der Tür und verlangt eine Erklärung. Auch bei der Hühnerrettungsaktion war für uns sehr auffallend, daß manche dieser Bauern zwar große Felder zur Verfügung haben, auf denen nach ihren eigenen Angaben scheinbar 300 Hühner das ganze Jahr über ihren Freilauf tätigen. Weder die Hühner, noch die Wiesen sehen jedoch danach aus: die Felder weisen keinerlei Spuren von 300 Hühnern auf und die fast federlosen, kranken, teilweise sogar mit eingewachsenem Markierungsring versehenen Tiere müssen in Wirklichkeit auf engstem Raum ohne Tageslicht bei schrecklichem Gestank und fürchterlichen Bedingungen leben. Da nützen auch keine Fotos von leeren Feldern oder Skizzen der Umgebung nichts, wenn nach unserer Meinung der sogenannte „Ombudsmann“ wieder einmal diesen „übertriebenen Tierschützern“ nicht glauben möchte und seine Meinung im Geheimen schon vorgefasst hat. Nach einer Hühnerrettungsaktion (Vermittlung von 300 Schlachthühnern an gute Plätze wo sie weiterleben dürfen) wurde stattdessen von der Behörde am 16.06.2015 sogar die Retterin selbst, Frau Gerda Weineis, aufgesucht und kontrolliert. Warum und welchen Zweck man mit sochen Aktionen verfolgt, bleibt unverständlich.

 

Es ist für uns sehr auffällig, daß immer wenn wir Anzeigen weiterleiten, kurz darauf BEI UNS SELBST eine Kontrolle durch die Behörde stattfindet. Hier behaupten die Beamten dann plötzlich, daß wir von „irgendjemandem“ angezeigt wurden und man deshalb, so wie zuletzt am 16.06.2015, unsere Hühner, Enten und Schweine kontrollieren müßte. Unverständlich, da unsere wenigen Enten (zu dieser Zeit waren es sogar nur 8) auf einer sehr großzügigen Teichanlage leben, welche sogar von Wildenten öfters und gerne aufgesucht wird. Unsere meist nur ca. 20 Hühner dürfen sich ganztags komplett frei auf einem Gelände von über 1000 m² bewegen und leben wie sie wollen, sie sterben alle eines natürlichen Todes und werden nicht selten sogar weit über 10 Jahre alt. Unsere wenigen Schweine leben sogar 24 Stunden am Tag in absoluter Freiheit auf einer Fläche von 500 m², inklusive Frischwasser plus Suhle aus einer eigenen Quelle. Bei uns dürfen sie ihren freien Instinkten folgen und können sich auch ihren Schlafplatz frei aussuchen. Hier erleben wir sogar, wie falsch die Schweinehaltung leider immer noch beurteilt wird. Schweinebauern dürfen für die Fleischbeschaffung ihre Tiere auf nicht einmal einem Quadratmeter pro Tier zusammenpferchen, auf nacktem Beton wohlgemerkt müssen sie in ihren Exkrementen schlafen, Verletzungen werden nicht einmal behandelt, da es für manchen Bauern sonst unwirtschaftlich ist. Bei uns bauen sich die Schweine liebevoll ihre Nester selber aus frischem Heu und aus Stroh, am liebsten schlafen sie gemeinsam eng aneinandergekuschelt, ehe sie hinterm Hof ihren Trieb zum Wühlen ausleben, vor dem Hof auf der Weide im Gras liegen oder ein ausgiebiges Sonnenbad neben der Schweinesuhle genießen. Dies alles interessiert die Behörde jedoch NICHT, es geht nur darum, wieviel Zentimeter der Schlafplatz aufweist und im Fall unseres Hausschweins Daisy zweifelte man sogar schon einmal daran, ob es überhaupt richtig sei, einem so großen Schwein ein so langes Leben überhaupt zu gönnen. Unser ältestes Schwein, der Eber Larry, wird heuer im Sommer 2015 bereits 17 Jahre alt und erfreut sich übrigens immer noch bester Gesundheit. Warum finden bei uns so fleissig Kontrollen statt, wo man doch weiß wie es den Tieren hier geht und warum braucht man in diesem Fall nicht einmal Zeugen, Fotos oder Skizzen?

 

 

 

 

 

 

 

Die Haarspalterei sind auch daran zu erkennen, daß man bei jedem Besuch die selben Sachen kritisiert, obwohl wir jedesmal ausreichend begründen und erklären, warum diese Sachen so für die betroffenen Tiere in Ordnung und am Besten sind. In einem unserer Aussengehege lebt zB eine Gruppe Kaninchen mit einer Gruppe Meerschweinchen zusammen. „Es ist verboten Meeris und Kaninchen zusammen zu halten, da sie nicht untereinander kommunizieren können!“ heißt es dann jedesmal. Hier sieht man die Unkenntnis dieser Beamten, welche selbst diese Tieren nur aus dem Bilderbuch kennen und selbst nie etwas mit ihnen zu tun hatten. Selbstverständlich gibt es Fälle, auf die diese Regel anwendbar ist, zB dann, wenn jemand EIN Meerschweinchen zusammen mit EINEM Kaninchen in einem kleinen Käfig auf dem Balkon oder in der Wohnung hält. Ist ausreichend Platz vorhanden, spricht jedoch nichts dagegen, MEHRERE Meerschweinchen und MEHRERE Kaninchen in zwei Gruppen in einem Aussengehege mit ausreichend Platz zu halten. Wie sehr diese Art der Haltung den Tieren gefällt und wie gut sie funktioniert beobachten wir täglich. Im Wald „kommunizieren“ auch die Rehe mit den Füchsen nicht, ohne daß man sie deshalb trennen muß um wieder Ordnung zu schaffen. Hält jemand seine Kaninchen einzeln in kleinen Holzkisten und schlägt ihnen am Ende des Jahres die Köpfe ab um sie zu braten, scheint das weit weniger Aufsehen zu erregen, als wenn bei uns die Kaninchen gemeinsam mit den Meerschweinchen zufrieden ihr Futter zu sich nehmen (siehe Foto).

 

Auch die Praxis und die Umstände der Tiere wird nicht berücksichtigt. Bei vielen Tieren handelt es sich bei uns um Notfälle. Wir müssen sie manchmal kurzzeitig irgendwo unterbringen um ihr Leben zu retten und können nicht jedem einzelnen einen Luxusplatz bis zur Vermittlung anbieten. Dies sollte insofern eigentlich verständlich sein, denn ausländischen Flüchtlingen wird in Österreich sogar nur ein ZELT angeboten. Hält man seine Tiere weil man sie schlachten und essen möchte, also zur gewerblichen (Aus-)nutzung, dann ist es plötzlich sogar absolut artgerecht wenn jemand so viele Tiere wie nur möglich in seine Ställe stopft. Aber bei Tierschützern verlangt man prinzipiell immer nur ein Maximum. Das wäre wohl genauso, wie wenn Österreich anstatt der Zelte für jeden Flüchtling eine 100 m² Wohnung mit Terrasse und Autoabstellplatz anbieten müsste. Wievielen Flüchtlingen könnte man dann helfen?

 

Wir haben es uns vor einem Jahr einmal erlaubt, Menschen vorzuschlagen, daß eine Spende von nur 10,- Euro in gewissen Fällen angemessen wäre und haben uns das bei anderen (Nicht-Tierschutz) Vereinen abgeschaut. Kurz darauf erhielten wir schon eine behördliche Ladung und wir mußten deshalb aufs Amt vorsprechen gehen, da dies verboten ist und wir das „ohne Gewerbe“ nicht einmal vorschlagen dürfen. Das Verfahren hat scheinbar sogar ein Jahr gedauert, ehe wir benachrichtigt wurden, daß es wieder eingestellt wurde. Wegen 10 Euro! Wenn jedoch ein allseits bekannter gewerblicher Hofbesitzer jedes Jahr seine arme alte Hündin Junge werfen läßt, welche er dann um 300 Euro pro Stück hinterm Rücken verkauft und den übrig gebliebenen Rest erschießt, passiert nichts und dieses Szenario findet jedes Jahr wieder aufs Neue statt. Wir beherbergen bei uns ca. 10 alte Katzen, teils mit Behinderungen. Sie haben ständigen Freilauf und sind ansonsten lebensfroh und gesund. Auch hierüber werden wir regelmäßig befragt und überwacht. Aber viele Bauern in Österreich dürfen massenweise kranke, unkastrierte Katzen halten, welche Katzenseuche und Katzenschnupfen verbreiten. Niemand veranlasst diese Menschen ihre Tiere zu kastrieren. Die Jungen werden einfach jedes Jahr mit der Mistschaufel erschlagen oder auf den Boden „geschmatzt“ oder man läßt sie jämmerlich an diesen schrecklichen Krankheiten im wahrsten Sinne „verrecken“. Eine Meldung ist meist ohnehin chancenlos da man nie ausreichende Beweise dafür aufbringen kann. Das ist dann halt einfach so und man muß es akzeptieren. (Anm.: wir haben natürlich nichts gegen die Bauern allgemein und sind sogar mit vielen gut befreundet! Es gibt aber immer noch viele schwarze Schafe unter ihnen welche unbelehrbar sind. Bitte unsere Kritik nicht mißverstehen, anständige Bauern müssen sich nicht davon betroffen fühlen!)

 

Kurz: in Österreich wird das Leid von Millionen Tieren nicht nur stillschweigend akzeptiert sondern auch noch legal gefördert. Tierschützer gelten als Bedrohung und man bekämpft sie ständig mit solchen Hürden, Haarspaltereien und versuchter Einschüchterung. Unsere Tierschutzgesetze sind nach unserer Meinung mehr dafür gemacht das vermeintlich „dumme Volk“ etwas zu beruhigen, als Tieren wirklich zu helfen. Es ist sehr leicht eine „Ausnahme vom Tierschutzgesetz“ zu erwirken, damit man alles mit den Tieren machen darf. So werden auch in Österreich jeden Tag Tiere in sinnlosen Tierversuchen gequält, auf Fluren und in Wäldern erschossen, in Schlachthöfen abgemetzelt und in engen Ställen unsichtbar vor den Augen der Öffentlichkeit zu tausenden eingesperrt bis sie an ihren eigenen Exkrementen fast ersticken. Alles legal! Aber wehe ein Tierschützer hält sich ein glückliches Schwein zuviel, hilft einer Amsel mit gebrochenem Fügel oder zieht verwaiste Entenküken auf - das macht sofort verdächtig und gehört (in den Augen mancher) streng kontrolliert! Wie wir inzwischen ja wissen, wird unsere Internetseite und unsere Facebookseite ebenfalls regelmäßig behördlich überwacht und eifrig gelesen. Zu diesem Zweck fügen wir an dieser Stelle unmißverständlich hinzu, daß dieser Bericht UNSERER MEINUNG entspricht und wir damit unser Recht auf eine freie Meinungsäußerung gebrauchen! Was bleibt ist für uns die Erkenntnis, daß es sich in Österreich nur um einen heuchlerischen „Schein-Tierschutz“ handelt, von dem alle ausgenommen sind, welche Lust und Spaß am Töten und Quälen von Tieren empfinden. Wir Österreicher dürfen es uns deshalb nicht erlauben auf andere Länder herabzublicken, als lebten dort Barbaren. In vielen fernöstlichen Ländern existiert kein Tierschutz, dafür jedoch eine fest im Volk verankerte Tier-Ethik. Hier braucht es keinen Tierschutz, da die Menschen diese Geschöpfe als ihre Mitlebewesen akzeptiert haben. So weit ist Österreich noch lange nicht!        

 

 Bericht: Roman Pellegrini; Haus der Tiere - Tierpfleger

 

Unsere Schweinehaltung wird von der Behörde regelmäßig kontrolliert und scheinbar sogar angezweifelt. Trotz glücklicher, gesunder Tiere, besten Haltungsbedingungen und maximaler Freiheit. Unsere Schweine haben selbstgebaute Nester aus frischem Heu und Stroh und obwohl ihnen mehrere Quartiere zur Verfügung stehen folgen unsere Tiere ihrem Instinkt und liegen lieber eng zusammengekuschelt gemeinsam auf dem selben Platz. Sie haben täglich Kontakt zu Menschen, ebenso wie tägliches Sonnenbaden an der Schweinesuhle mit eigener Frischwasserquelle, 500 m² Auslauf, Wühlbereich hinterm Hof, Blumenwiese vor dem Hof. Glückliche Schweine mit einer Lebenserwartung von fast 20 Jahren! Wahrscheinlich ist der wahre Grund für die ständigen Kontrollen, daß wir damit aufzeigen wie Schweine WIRKLICH SIND und daß sie hier frei und ganz natürlich leben dürfen, bis sie eines natürlichen Todes sterben! So etwas ist in Österreich neben der Massentierhaltung von 20 Tieren auf 20 m² auf plankem Beton wohl unerwünscht!

Haarspalterei: ein verletzter Wildvogel wirft Fragen auf: darf man ihn wirklich „halten“ bis er gesund ist? Laut Gesetzt ist es nicht ganz klar, ob man ihm sie Zeit bis zur Genesung überhaupt gönnen darf. Paragraphen sind anscheindend wichtiger!

 

(Anm.: Uns aber nicht!)

Behördliche Kontrolle vom 16.06.2015: Haben es die 8 Enten auf ihren 300 m² plus 2 großen Teichen auch schön genug? Scheinbar wird dies angezweifelt. Auf vielen gewerblichen Höfen findet man eine größere Anzahl von Enten, welche völlig verdreckt und ohne jede Schwimmmöglichkeit leben müssen, ehe es ihnen an den Kragen geht. Unsere waren vorher entweder verletzt oder stammen vormals aus solchen Verhältnissen. Bei uns wird streng kontrolliert. Auf den gewerblichen Höfen wird geduldet.

Seltsame Ansichten hinterm Schreibtisch:

Schlachten, verwursten, braten, essen: ERLAUBT!

Zusammen halten wenn sie sich mögen: VERBOTEN!

 

Bei jeder behördlichen Kontrolle wird die gemeinsame Haltung unterschiedlicher Tiere thematisiert und sogar kritisiert. Es sprichts jedoch nichts dagegen, unterschiedliche Tiere auf ausreichendem Raum zusammen zu halten, wenn sie sich gut verstehen und sie sogar selbst den Kontakt zueinander suchen.

 

Einzelne Hasen sollte man jedoch nicht mit einem einzelnen Meerschweinchen halten, man muß darauf achten, daß jeder in einer Gruppe mit seinen Artgenossen leben kann und sie alle ausreichend Platz haben um zusammen zu leben. Deswegen leben sie bei uns ja auch in GRUPPEN!