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Die

Gänse

 

Eine der allergrößten Grausamkeiten unserer Welt betrifft leider diese sensiblen Tiere, die Gänse:

 

Das Stopfen von Gänsen zur Produktion von Gänsestopfleber.

Gänse führen in vielen Punkten ein uns Menschen ähnliches Familienleben. Unerfahrene Menschen deuten das Verhalten der Gänse leider oft falsch und glauben sogar, sie wären angriffslustig. Dabei beschützen sie mit ihrem Verhalten nur ihre Lebenspartner und ihre Familienmitglieder. Gänse verheiraten sich nämlich zeitlebens und bilden lebenslange Partnerschaften und Famlienverbände. Und sie behüten ihre Küken so aufmerksam, wie auch wir Menschen unsere Kinder beschützen. Außerdem trauern diese sensiblen Lebewesen sehr tief und lange, wenn einer ihrer Lieben stirbt oder man sie schlecht behandelt.

Die Gänsefamilie

 

Auf unseren Bildern kann man sehr gut die Rollenverteilung in einer Gänsefamilie erkennen. Der weiße Ganter Franz hält stets Wache und positioniert sich als schützender Schild vor seinen Liebsten. Während seine Gattin Sissi mit den drei kleinen Gösseln grast, hält er immer wachsam Ausschau nach möglichen Gefahren. Nähert sich eine mögliche Bedrohung für seine Familie, versucht der Ganter sie durch Drohgebährden zu verjagen. Zuerst gibt er warnende Zischlaute von sich. Nützt dies nichts, beginnt er mit laut schallendem Gänsegeschrei in welches dann auch die restlichen Familienmitglieder mit einstimmen. Zusätzlich breitet er seine Flügel weit aus um vor einem Angreifer größer und gefährlicher zu erscheinen. Nähert man sich ihm trotzdem weiterhin, wird seine Familie mit der Flucht beginnen, während er mit heftigen Flügelschlägen versucht den Eindringling zu verjagen.

Hierbei legen männliche Gänse oft einen enormen Mut an den Tag und schrecken vor keinem Angreifer zurück, auch wenn er noch so groß und mächtig ist wie zum Beispiel ein nahendes Auto oder ein sehr viel größeres und stärkeres Raubtier. Wichtig ist für uns Menschen zu verstehen, daß dieses Verhalten nur der reinen Verteidigung ihres Lebensraumes und dem Schutze ihrer Familie dient. Nie sind Gänse einfach so angriffslustig oder fordern andere Tiere oder gar Menschen zum Kampf heraus noch würden sie absichtlich harmlose Lebewesen verletzen, die sich in ihrer Nähe aufhalten.  

 

HIER BIN ICH!WO BIST DU?

 

- bedeutet der Laut, den die kleinen Gössel teilweise sogar noch im Eis steckend, also vor ihrer Geburt von sich geben. Dieser Laut war 1989 auch titelgebend für das letzte Buch des berühmten österreichischen Verhaltensforschers und Nobelpreisträgers Konrad Lorenz. In "Hier bin ich - wo bist du? Ethologie der Graugans" beschreibt er nicht nur seine langjährige Forschung und viele schöne Erlebnisse mit seinen Graugänsen, sondern gibt auch Einblick in ihre Sprache. Dieser erwähnte Pfeiflaut beginnt in einer tiefen Tonlage und steigt dann schnell nach oben in eine höhere Lage, wobei er klingt als würde jemand eine Frage formulieren. Und tatsächlich dient dieser Laut dem Küken als Feststellung und Frage zugleich: "Hallo, hier bin ich! Und wo bist du?" möchte es gleich nach seiner Geburt wissen. Und sogleich antworten ihm seine Eltern mit beruhigendem Schnattern und versichern dem Kleinen, daß es nicht alleine ist, worauf es sich zufrieden und wohlbehütet wieder in den Schlaf sinken läßt. Wer jemals die Möglichkeit hatte, diese bedingungslose Liebe und Vertrautheit unter diesen Tieren zu beobachten, wird sie auf immer in sein Herz schließen.                    

 

Umso schlimmer ist die Tatsache wie grausam die Menschen mit ihnen umgehen. Ihnen werden bei lebendigem Leib die Federn ausgerissen daß sie bluten, per Trichter werden sie vollgestopft bis ihre Mägen platzen und jährlich landen Millionen von ihnen in den Backöfen. Viele von ihnen müssen mit ansehen, wie ihren Familienmitgliedern bei der Schlachtung die Hälse aufgeschnitten werden. Von den vielen schrecklichen Dingen welcher der Mensch seinen Mitlebewesen antut, gehört die tägliche Folter und Qual der Gänse mit Sicherheit zu seinen allerschlimmsten und grauenvollsten Verbrechen!

Wissenswertes über Gänse

 

Bezeichnungen:

 

männlich: Ganter

weiblich: Gans

Jungtiere: Gössel

 

Lebenserwartung: 15 bis 30 Jahre

(je nach Art verschieden)

Artübergreifendes Mitgefühl*

 

Die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl beschränkt sich bei den Gänsen keinesfalls auf ihre eigene Rasse. Nicht nur, daß sie auch die Angehörigen anderer Gänsefamilien wie ihre eigenen beschützen, ihre Aufopferung geschieht auch artübergreifend. Auf dem Bild links abgebildet ist unser Weißwangen-Ganter Gustav vom Haus der Tiere Hof, welcher im Sommer nicht nur die von uns betreuten Findelkinder der Wildenten  eifrig behütet, sondern sich auch noch liebevoll um die leider blinde Peking-Ente Susanne kümmert. Behutsam weißt er ihr täglich den Weg und beschützt sie vor jeder Gefahr. Gänse sind reine Vegetarier und töten während ihres bis zu 30 Jahre dauernden Gänselebens kein einziges Lebewesen*.        

 

* Wichtiger Hinweis: diese Verhaltensweisen gelten nur für Gänse unter optimalen Haltungsbedingungen mit genügend Platz und Freiraum. Konstellationen wie zB Susanne & Gustav kann man nicht erzwingen oder absichtlich herbeiführen. Gänse reagieren nicht auf Knopfdruck und suchen sich selbst aus, wen sie beschützen und wen sie als Bedrohung für sich und ihre Familie betrachten. Gänse auf zu engem Raum oder eingesperrt in Ställen haben nicht genügend Platz um ihr natürliches Verhalten auszuleben. Sperren Sie deshalb keinesfalls andere Tiere (Enten, Entenküken, etc.) zusammen mit Gänsen in einen geschlossenen Stall, weil sie davon ausgehen, daß die Gänse sie automatisch beschützen werden. Betrachtet eine Gans einen Eindringling als Gefahr, wird sie ihn durch Angriffe zu vertreiben versuchen. Kann das andere Tier aus Platzmangel dann nicht fliehen, können die beständigen Versuche der Gans bzw des Ganters den Eindringling zu verjagen, natürlich auch mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich für die schwächeren Tiere enden!

 

Haus der Tiere - Tierschutzverein 2015

 

Pekingente Susanne mit ihrem Beschützer,

dem Weisswangen-Ganter Gustav*

Lesen Sie hier mehr über den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger, den

 

GÄNSEVATER KONRAD LORENZ

Gänse:

die sensiblen Familientiere

Gänse sind WASSERVÖGEL!

 

Unverzichtbar für eine artgerechte Haltung ist deshalb

eine Möglichkeit für sie zum Schwimmen

und zur regelmäßigen Pflege ihres Gefieders!

 

 

* eine Plastikschüssel mit Trinkwasser ist kein Ersatz für dieses Bedürfnis!