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Planet Ignorance 2000                                                                                                   

Tief im Universum, etwas weiter entfernt als Pluto, in der Galaxie des sagenumwobenen „Outer-Rim“, befindet sich der kleine Planet „Ignorance 2000“ mit seinen Bewohner, den „Eaters“.

 

 

„Die Eaters“ sind genauso wie wir Menschen eine Rasse von intelligenten Lebewesen - zumindest glauben sie genauso wie wir Menschen, besonders intelligent und hoch entwickelt zu sein.

 

Die Eaters sind große Feinschmecker und Genießer und bei ihnen dreht sich fast alles in Ihrem Leben - wie es der Name schon sagt - ums gute Essen! Lebensziel eines jeden Eaters ist es, ein Leben lang so genüßlich und ausgiebig wie nur möglich zu speisen!

Auf dem Paneten „Ignorance 2000“ lebt auch Familie „Cruel“.

Die Cruel`s bestehen aus Papa Cruel, Mama Cruel und den drei kleinen Nachwuchs-Cruel`s!

          Familie Cruel

 

Familie Cruel lebt in einem idyllischen kleinen Ort mit dem klingenden Namen

„No Compassion“.

 

Die Cruel`s legen besonderen Wert auf eine ausgewogene Kost. Sie machen sich sehr viele Gedanken darüber was gesund ist, weil sie ja unbedingt ganz lange leben wollen

um so viel wie möglich essen und genießen zu können!

Das TV-Programm besteht deshalb bei ihnen fast nur mehr aus Kochsendungen. Zu den beliebtesten Senden zählt zum Beispiel schon seit Jahren die tägliche Sitcom-Serie „Gutes Essen/Schlechtes Essen“.

Die Cruel`s ernähren sich, so wie die meisten Eaters auf ihrem Planeten, gerne von pelzigen Wurmschnablern. Auch Schmatzkröter und Sleipnire sind sehr beliebt. Aber am allerliebsten essen die Eaters Menschen. Zu diesem Zwecke züchten sie millionenfach Menschen als ihre Nutztiere. Sie glauben, daß so eine unterenwickelte Rasse wie die Menschen ohnehin keine Gefühle haben und deshalb auch nicht leiden können. Und auch wenn sie es könnten: auf dem Planeten „Ignorance 2000“ stehen nun mal die Eaters an der Spitze der Nahrungskette! Schließlich sind sie viel intelligenter und riechen auch besser, als ihre dümmlichen Nutztiere, die Menschen! Obwohl die meisten Eaters ihre Menschen in dunklen kleinen Ställen halten, gibt es auch sehr großzügige und nette Eaters: sie gewähren ihren Menschen in den wenigen Monaten die sie leben dürfen ausreichend „Freilauf“ auf eingezäunten Wiesen, ehe sie eines Tage mit einem Transporter abgeholt, an einen dunklen Ort gebracht und geschlachtet werden.  

In „No Compassion“ findet jeden Frühling im Gasthof „Zum tanzenden Menschlein“ das von allen Einwohnern und auch Touristen schon ungeduldig herbeiersehnte „Kindermenschen-Essen“ statt.

 

In der Tageszeitung ist hierfür sogar extra eine Werbung eingeschaltet:

„Säuglings-Wochen: Die Menschensäuglinge werden auf Bauernhöfen in „No Compassion“ geboren und wachsen dort artgerecht auf. Im Alter von wenigen Monaten schmeckt das Fleisch am besten. Die rosa Fleischfarbe ist ein Qualitätszeichen und weist auf einen höheren Eisengehalt hin. Die Menschlein-Züchter des Ortes unterliegen strengen Kontrollen und nehmen am „Intolerance 2000“ Umweltprogramm teil. Menschensäuglinge sind ein echtes Qualitätsprodukt der örtlichen Bauern, hergestellt im Einklang mit der Natur!“

 

 

Und wem das immer noch nicht als 100%iger Beweiß für die besonders hohe Wertigkeit des Menschenfleisches aus „No Compassion“ genügt: Das Qualitätssiegel mit der Aufschrift „Echte Qualität“ beweißt doch zu 100%, daß es sich hierbei bei allen Produkten auch in Wirklichkeit um eine super Qualität handelt!

 

Nicht umsonst ist auch der Wirt des Lokales besonders stolz auf sein Angebot, schließlich stammt das Menschenfleisch zum Teil auch aus seiner eigenen Jagd. Jedes Jahr im Herbst wird deshalb bei den wenigen noch frei lebenden Menschen etwas „ausgemistet“ und ein paar Hundert von ihnen zum Abschuß freigegeben. Darum hängen auch über dem Eingang des Gasthofs „Zum tanzenden Menschlein“ viele Jagdtrophäen, auf die die Jäger besonders stolz sind, weil sie so schön sind! In großen Töpfen über mehrere Stunden ausgekocht, geben die Schädel und Gebeine der erlegten Menschen ein idyllisches Bild ab und sorgen für Wärme und Gemütlichkeit in jeder Eaters-Stub`n!

 

Einem jeden Eater des Ortes läuft beim Blick auf die Speisekarte das Wasser im Munde zusammen und die regionalen Zeitungen schreiben über das kulinarische Angebot:

 

„Die meisten Höfe unseres Ortes lassen ihre Menschen den Sommer auf der Alm verbringen. Dort bringen sie jährlich im Herbst ihre Säuglinge zur Welt. Daraus resultiert im Frühling dann das große Angebot. Das Fleisch dieser jungen Menschen ist zart, besonders leicht verdaulich und begeistert jeden  Genießer durch seinen unvergleichlich guten Geschmack. Dieses Produkt der Natur ist die Spitze jeder Fleischqualität! Für beste Qualität werden die jungen Menschensäuglinge mit Muttermilch gefüttert und erhalten viel Freilauf in ihren Ställen.“

 

 

Haus der Tiere -Mai 2013

DieserArtikel ist Teil unseres Beitrags „Es ist KALBLIZEIT!“,

welchen Sie HIER lesen können.

Der Inhalt unserer fiktiven Geschichte über die „Eaters“ bezieht sich auf das Verhalten der Menschen gegenüber ihren Mitlebewesen, den Tieren. Außerdem beinhaltet sie auch eine Kritik an der Fleischwerbung, so wie sie immer wieder in unseren regionalen Zeitungen zu finden ist und welche in etwa in diesem Wortlaut (wie in der Geschichte) geschrieben wird.

 

Dieser Beitrag dient dem Zweck den Blickwinkel von uns Menschen kurz mit den Tieren zu tauschen, um damit unsere menschliche Grausamkeit und Ignoranz den Tieren gegenüber fühlbar zu machen. Die Beschreibungen über „die Saftigkeit des rosafarbenen Fleisches der jungen Kälber“ war wörtlich fast genau so in der Zeitung zu lesen. Jedem mitfühlenden Lebewesen sollte bei derartigen Anpreisungen die Schamesröte ins Gesicht steigen, angesichts solcher grausamen und  hedonistischen Essgewohnheiten, zu deren Zweck junge Tiere (Kälber, Ferkel, Lämmer usw.) getötet werden, nur damit die Menschen zu ihrem kurzen „GENUSS“ kommen.

 

In der Fleischwerbung ist außerdem nie ein Bild von jungen Kälbern oder anderen lebenden Tieren zu finden, um nur ja kein Mitgefühl bei den zahlenden Konsumenten zu wecken!

 

Der Name des Planeten wurde mit „Intolerance 2000“ (= Unwissenheit 2000) so gewählt, weil wir Menschen uns auch heute noch immer derart intolerant unseren Mitlebewesen gegenüber verhalten und ihnen alle Rechte zu leben absprechen, sie ausbeuten und für unsere Zwecke mißbrauchen.

 

Die Einwohner wurde als „Eaters“ (= Esser/Fresser) bezeichnet, um einen Trend zu verdeutlichen, den man vor allem bei uns Menschen in den wohlhabenden Regionen unserer Welt beobachten kann: alles dreht sich nur mehr ums Essen und Genießen, um jeden Preis!

 

Der Familienname unserer fiktiven Familie lautet „die Cruels“ (= die Grausamen), weil sie durch ihr Verhalten wesentlich zur Grausamkeit gegen die Tierwelt beitragen. Indem sie jedem Trend blind folgen und ihn unterstützen indem sie ohne Fragen zu stellen einfach daran teilhaben und einfach wegsehen, glauben sie, daß  sie dadurch keine Mitschuld am Leid anderer Lebewesen tragen.

 

Der Name „No Compassion“ (=kein Mitgefühl) wurde für die fiktive Ortschaft so gewählt, da auch in unserer Gesellschaft  kein Mitgefühl für andere Lebewesen vorhanden ist, da man solche geschmacklosen und grausamen Werbungsartikel in den Zeitungen einfach so ohne weiteres toleriert und als „normal“ betrachtet.

 

Es ist leider eine Tatsache, daß wir Menschen uns durch geschickte Werbung zu jeder Schandtat hinreißen lassen, wenn darin nur genügend oft von Gütesiegeln, Qualität, Gesundheit und Genuß die Rede ist.

 

 

 

Weitere Anmerkungen des Verfassers:

 

Falls Sie sich aufgrund unseres obigen Beitrags mehr für diese Thematik interessieren, lesen Sie sich bitte hierzu unbedingt auch unseren Beitrag „Es ist KALBIZEIT“ durch.

 

Falls Sie die obige Geschichte gar „skandalös“ oder „zu brutal“ finden, dann bedenken Sie bitte, daß wir Menschen täglich Millionen von Lebewesen genau auf diese Art und Weise behandeln und daß es sich dabei nicht so wie oben, nur um eine fiktive Fantasie, sondern um die Realität handelt!

 

Und auch für den Fall, daß sich nun jemand fragt ob man solche Geschichten überhaupt schreiben darf, dann verweisen wir hiermit auf unser tägliches TV-Programm, in welchem fast rund um die Uhr viele Sendungen zu finden sind, in welchen Lebewesen erschossen, getötet und in die Luft gesprengt werden.

Eater

Anmerkungen und weitere Erörterungen zur fiktiven Geschichte „Planet Ignorance 2000“:

(Fotos:

Peta-Aktion,

Menschen in Frischhalteschalen)

- eine (fast) fiktive Geschichte von Roman Pellegrini